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Türkeirunde - 2008
 
Bild Reisebericht Türkeirunde 2008
 
Datum Bericht Stellplatz GPS km

Do, 11.09. Schwerte - Auerbach, Übernachtung bei Verwandten. privat.   260

Fr, 12.09. Auerbach - Locarno, zügige Fahrt, kein Stau am Gotthard, leider Störung durch Gewitter in der Nacht. ruhiger Stellplatz am See, ohne V&E, 9 EUR. N: 46°9'6.54
O: 8°48'16.26
560
 
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Stellplatz in Locarno (Tessin)


Sa, 13.09. Locarno - Ancona, glatte Fahrt ohne Vorkommnisse, dann im Hafen die schlechte Nachricht: Das Schiff der Marmara Lines kommt erst Sonntagmorgen. Im Hafen von Ancona, unruhig.   530

So, 14.09. Um 8.00 kommt die "Cesme", um 10.30 legen wir ab, ordentliche Kabine, Schiff nur sehr mäßig gebucht. Schiff.   0

Mo, 15.09. Auf See Schiff.   0

Di, 16.09. 11.00 Ankunft in Cesme, umständliche Zollprozedur, aber keine echte Kontrolle; schöne Fahrt nach Pamucak, Camping fast leer, gleich gebadet, im Restaurant zu Abend gedessen, Speisen in der Küche ausgesucht. Abends Toilettenkassette entleert und dabei ist die Kamera aus der Hemdentasche in den Gulli gefallen und in der Scheiße untergegangen, mit Kelle herausgefischt und gesäubert, aber leider defekt, SD-Karte geht noch. Dereli-Camping in Pamucak, 20 TL. Schlecht geschlafen, weil zu heiß und Disco in Hörweite. N:37°56'26.1
O:27°16'36.7
170

Mi, 17.09. Spät aufgestanden und erst um 10.30 nach Ephesus gefahren, viele Busse speien noch mehr Menschen aus, dicht an dicht schieben wir uns durch die Massen. Eine Oase der Ruhe und sehr sehenswert: die Hanghäuser, gegen Mittag wird es deutlich leerer, wir hätten erst um 14.00 kommen sollen. Wir fahren zum CP zurück und pausieren dort, nachmittags nach Selcuk ins Museum, um die berühmte Artemis zu schauen, danach ein Bad im Meer als angenehme Erfrischung, abends recht luftig, wir hoffen auf besseren Schlaf. Siehe oben   16
 
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Gedränge vor der Celsus-Bibliothek in Ephesus

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Die sehr sehenswerten Hanghäuser

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Sonnenuntergang am Dereli-Camping


Do, 18.09. Im Gegensatz zur ersten Nacht super geschlafen.Wir starten früh zu unserer 3-Städte-Tour. Zunächst geht es nach Priene. Eine kompakte, kleine Stadt am Abhang des Bühük Menderes (eine riesige Schwemmlandebene mit weiten Baumwollfeldern, die gerade abgeerntet werden.) Wir sitzen im Theater auf den Ehrensitzen und durchwandern die rechtwinkligen Gassen. Danach geht es weiter zum berühmteren Miletos. Die Stadt war sehr viel größer als Priene und lag auf einer flachen Halbinsel, heute in der weiten Ebene. Am eindrucksvollsten ist noch das Theater, weitere Ruinen, meist Fundamente, liegen weit verstreut. Unter Palmen machen wir eine lange Pause, bevor es weitergeht zum monumentalen Heiligtum in Didima, welches aus Kostengründen nie fertig wurde. Wir bestaunen die gewaltigen Säulenreste und die Ausmaße dieses Tempels. Danach bleiben wir auf einem staatlichen Picknick- und Campingplatz, leider nah an der Straße. Wir sind die einzigen Gäste, und es hätte eine ruhige Nacht werden können, wenn nachts um drei nicht jemand mit seinem Schlagzeug geübt hätte. Nachsatz: Später in Pamukkale wußten wir das besser! Orman-Camp, Didim, 9 TL N:37°25'11.5
O:27°13'15.63
160
 
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Theater in Priene mit Herrschersitz

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Ruinen in Milet

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Tempel in Didima

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Säulenstumpf

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Medusenhaupt


Fr, 19.09. Nachdem wir gegen Morgen noch leidlich geschlafen haben, erfrischt uns ein Morgenbad im Meer. Nach dem Frühstück dann eine längere Fahrt nach Geyre-Aphrodisias, das wir nach der Mittagspause besichtigen. Das Ruinenfeld war nicht groß erwähnenswert, aber die Fülle an Statuen im Museum lohnte doch den Besuch. Weiterfahrt nach Pamukkale, ein langes Stück am Spätnachmittag liegt noch vor uns. Kurz vor Einbruch der -frühen- Dunkelheit erreichen wir unser Ziel, aber nicht den versprochenen Womo-Stellplatz. Letzlich landen wir auf einem Hotelparkplatz im Dorfkern, den uns ein Mann bei der Ankunft offeriert hatte. Die Wirtin konnte leidlich deutsch und wir haben dort gut, aber - zumindest ich - viel zuviel gegessen. Dort haben wir dann erfahren, daß zwischen drei und vier die Leute durch eine ohrenbetäubende Trommelei aus den Betten geholt werden. Dann dürfen sie frühstücken, bis der Muezzin um 5 Uhr einen neuen Fastentag ausruft. Da der Trommler zweimal direkt bei uns am Wagen vorbeimarschierte, haben wir auf eine zweite Nacht in Pamukkale verzichtet.(Ramadan!!!) Hotel "Pamukkale" in Pamukkale, 20 TL N:37°54'59.91
O:29°07'15.33
300
 
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Tempeltor in Aphrodisias

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Brettspiel


Sa, 20.09. Mit Brummschädel wegen der schlechten Nacht machen wir uns auf zur Besichtigung von Hierapolis und Pamukkale. Nur wenige Sinterbecken werden noch bewässert. Für alle reicht zumindest jetzt das Wasser nicht aus. So sah vieles grau und trocken aus. Immer noch imposant, aber eher angepasst an die darüber liegenden Ruinen. Zur Nacht wollen wir auf jeden Fall einen muezzinfreien Stellplatz. Für fahren noch quer über das Gebirge an den Golf von Gökova. Die Fahrt war anstrengender als gedacht und kurz vor Mugla schaltet die Elektronik den Motor auf Sparflamme. Mühsam schaffen wir die steile Gebirgsstrecke und finden in Akyaka einen schönen Stellplatz. Leider ist auch hier die Nachtruhe nicht vollkommen, denn in der Nacht gibt es ein langdauerndes Gewitter mit heftigen Regenfällen. Am nächsten Morgen merken wir erst, daß wir genau auf dem Orman-Camp stehen, wo wir eigentlich hinwollten. Am Abend vorher hatten wir uns nämlich durch einen Hintereingang eingeschlichen, der am Morgen geschlossen war. Gökova Orman Camp in Akyaka, 0 TL N:37°03'12.75
O:28°19'05.0
190
 
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Sinterterrassen in Pamukkale

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So, 21.09. Morgens läuft der Motor wieder rund und wir erreichen nach kurzer Fahrt den Köcegiz-See. Hier geht es in heftigem auf und ab am See entlang bis zur Ekincik-Bucht. Dort landen wir als einzige Gäste auf dem Mini-Camping "Bikim". Nach einem kurzem Bad im Meer(Kieselstrand) landen wir nebenan im Restaurant "Ship ahoy". Wir essen gut und romantisch zu Abend, mit herrlichem Blick über die Bucht. CP-Platz "Bikim" in Ekincik, 20 TL N:36°49'56.86
O:28°33'06.28
60

Mo, 22.09. Auch diese Nacht war wieder nicht ungestört, weil ein Schäferhund auf dem Nachbargrundstück uns stundenlang anbellte. Nachdem wir gemütlich aufgestanden sind, haben wir die Ruinen von Kaunos und die Felsengräber im Delta des Dalyan-Flusses besucht. Steile Gebirgsstraße und enge Dorfdurchfahrt Danach Mittagspause am Thermalbad Sultaniye am südlichen Seeufer. Am Nachmittag machen wir uns auf den Weg nach Ölydeniz über Fetihye. Unterwegs schaltet der Motor wieder in das Notprogramm. Die Suche in Fethiye nach einer Mercedes-Werkstatt war erfolglos, aber wir erreichen trotzdem unser Tagesziel und landen auf dem gepflegten CP-Platz "Sea Horse Beach". Dort werden wir von einem deutschen Rentnerehepaar begrüßt, die hier selbstständig waren und dageblieben sind. CP-Platz "Sea Horse Beach" in Ölydeniz, 30 TL N:36°33'13.56
O:29°06'51.66
135

Di, 23.09. Unsere deutschen Nachbarn haben für uns einen Monteur zum CP bestellt, der den Dieselfilter auswechselt. Danach läuft der Motor immer noch im Notprogramm. Also ist es nichts mit der 2. Nacht auf dem Platz, sondern wir müssen nach Antalya in die MB-Werkstatt. Hastig verlassen wir den Platz und sind gespannt, ob wir den steilen Anstieg von der Lagune Richtung Fethiye schaffen. Aber das Auto hält uns zum Narren und läuft plötzlich top wie immer. Also auf zum Baden an den langen Patara-Strand. Am Weg liegt Xhantos, also nehmen wir die Ruinen auch noch mit. Trotz Wegbeschreibung im Womo-Buch irren wir auf engen Gassen zwischen den riesigen Gewächshauskolonien umher und landen schließlich am Kumluova-Strand. Hier gibt es einen neu angelegten Badeplatz, aber keine Leute. Wir nutzen die Leere zu einem herrlichen "Ohne alles"-Bad in der Brandung. Danach wollen wir an den Karadere-Strand und dort im vom Womo-Buch erwähnten Özlen-Restaurant essen und übernachten. Das Haus wirkt etwas heruntergekommen. Einen Spaziergang zum Strand brechen wir ab, es ist doch zu weit. Morgen werden wir mit dem Auto sehen, wie weit es wirklich ist.(ca.2,5 km) Zum Abendessen bekommen wir einen gebratenen Fisch mit leckerem Salat, Brot und Bier für 26 TL. Hinter dem Patara-Strand: Parkplatz Özlen-Restaurant 0 TL N:36°20'04.90
O:29°14'17.81
90
 
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Heiligtümer in Xanthos


Mi, 24.09. Die Nacht war so leidlich, aber die zahlreichen Hunde, die tagsüber ganz friedlich im Schatten dösen, setzen des Nachts zu waren Bell- und Heulchören an. Nach dem Früstück zum Strand gefahren, eine tote,kleine Schildkröte gefunden, aber nicht gebadet. Dann auf dem Weg nach Kas. Unterwegs am Strand "Kaputas" gerastet und gebadet. CP in Kas etwas teuer, sehr international und belebter als die bisherigen Camps. Ist wohl ein zentraler Treff an der Südküste. Haben schönen Platz an der Küste, 10m über dem Meer auf einer Klippe. Abends Einkaufsbummel in der nahen Stadt. Kas-Camping 30 TL N:36°11'57.68
O:29°37'57.29
60
 
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Baden am Strand von Kaputas

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Kas Camping


Do, 25.09. Wir verlassen Kas-Camping, nicht ohne ein Morgenbad, um nach wenigen km in Demre/Myra zu halten. Hier gibt es ein großes Bus-Gedränge und eigentlich nicht viel zu sehen. Wir sparen uns den Eintritt, spazieren durch die nahen Gewächshausreihen und schauen uns die Felsengräber von Myra etwas aus der Ferne an. Wir sitzen bei Tee und Gözlem am Parkplatz als uns ein junger Mann anspricht(Emre ist Student in Ankara) und uns etwas begleiten möchte. Wir willigen ein und fahen mit ihm zu einer zweiten Gräberwand, bei der wir ganz allein sind. Sehr schön! Anschließend gehen wir mit unserem neuen türkischen Freund einkaufen, zwischendurch plaudern wir über die Bundesliga, speziell über den BvB kennt er sich gut aus. Ein schöner Nachmittag, zum Dank schenken wir ihm außer dem vereinbarten Honorar eine gute Armbanduhr, über die er sich sehr freut. Da wir hier nicht übernachten wollen, müssen wir uns am Nachmittag verabschieden und weiter geht es die Küste entlang, bis wir bei Mavikent den Olympos-NP erreichen. Hier bleiben wir an einem Picknick-Platz aus dem Womo-Buch: sehr schön gelegen, aber eher einsam im Wald. Hier begrüßen uns zwei Hunde, aber sehr zurückhaltend, und eine kleine Katze, die unser Herz gleich im Sturm erobert und natürlich erst mal gefüttert wird. Nach dem obligaten Bad im Meer gibt es auch für uns gegrillte Köfte(kleine Frikadellen). Abends kommen noch Fischer vorbei und schieben ihre Boote ins Wasser. Kein Grund zur Sorge, aber trotzdem schlafen wir unruhig. Picknick-Platz (Milli-Park) an der Papas-Iskalesi kurz vor Karaöz im Olympos-NP 0 TL N:36°16'44.94
O:30°23'19.13
110
 
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Emre aus Demre und die Felsengräber in Myra

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Milli-Park-Stellplatz an der papas iskalesi bei Karaöz


Fr, 26.09. Morgens wieder baden, frühstücken und weiter geht's. Heute wollen wir nach Antalya in die Werkstatt und Anne treffen wegen der Kameras. Nach langer Suche und einer Stadtrundfahrt in Antalya finden wir weit außerhalb die MB-Werkstatt gegen 14.00. Hier will man uns wegen Ramadan auf den 04.10. vertrösten. Erst nach langem Bitten ist man bereit, gegen 16.00 den Wagen an den PC anzuschließen. Also nach der Mittagspause in die Halle, der PC zeigt den erwarteten Fehler im Commonrail-System an. Die Monteure (3 Mann) bauen hinter dem rechten Scheinwerfer ein Turbo-Regelgerät(Druckwandler) aus und anschließend ein defektes ein. Der Motor zeigt prompt den bekannten Fehler(Höchstdrehzahl im Leerlauf ca. 3400 1/min. Also ist der Übeltäter bekannt. Zu meiner großen Überraschung bauen die jetzt aber kein Neuteil ein, sondern wechseln zurück auf unser eigenes Steuerteil. Der Wagen lief wieder wie gewohnt und wir wurden ohne Rechnung mit Handschlag verabschiedet. Wann tritt der Fehler wieder auf???
Jetzt war noch Zeit genug, um wie verabredet Anne und Karl-Heinz in deren Hotel zu treffen. Mit Routenplaner machen wir uns auf den Weg durch Antalya, aber in dieser aufstrebenden Stadt scheitern wir schnell an den zahlreichen Baustellen. Nach einem ziemlichen Gewurstel erreichen wir in der Nähe des gesuchten Hotels eine Baulücke direkt am Meer, die sich gut zur Übernachtung eignet. Von hier ist es nicht mehr weit zu unseren Kameras. Auf der Hotelterrasse plaudern wir ein Stündchen mit den beiden Hembachs und machen uns dann wieder auf den Weg zum Womo.
Antalya, Baulücke an der Lara Cadde direkt am Meer. 0 TL N:36°51'28.35
O:30°44'04.09.
200

Sa, 27.09. Der Platz war für eine Stadt verhältnismäßig ruhig und wir haben ordentlich geschlafen. Nach dem Frühstück geht es zurück nach Cirali. Auf der groß ausgebauten D400 erreichen wir schnell den Abzweig zur Küste. In vielen Windungen fahren wir eine enge Straße bergab. Der anschließende Sand/Kies-Strand ist mit mehreren km Länge viel größer als angenommen. Im Ort ersteht Gudrun einige Oberbekleidungstextilien für sich - und die jungen Damen? Hier erfahren wir, daß es den angepeilten Green-Point-Camping nicht mehr gibt. Wir landen schließlich auf dem Parkplatz aus dem WOMO-Buch. Hier fühlen wir uns sehr wohl und springen natürlich gleich ins Meer. Abends wandern wir dann zur örtlichen Attraktion, den ewigen Flammen am Berghang(Chimäre). Vor uns gehen zwei Damen aus Köln, die uns mit Eintrittsgeld aushelfen, da ich mein Portmonee vergessen habe. Sie erzählen, daß sie am nächsten Tag nach Antalya zum Flieger müssen. Eigentlich wollten wir noch einen Tag bleiben, aber dann biete ich ihnen an, sie mitzunehmen, weil sie sagen, daß es sehr beschwerlich sei, von hier nach Antalya zu kommen(100 km). Schließlich erreichen wir das Flammenfeld am Hang. An vielen Stellen lodern Flammen auf, schon bald ist es stockdunkel und die Stimmung ist ganz mystisch. Beschwingt wandern wir zum Womo zurück und verabreden uns gegen 15.00 zur Fahrt nach Antalya. Cirali, sehr weitläufiger Strandparkplatz, Superplatz!!! 10 TL N:36°25'09.52
O:30°28'58.10.
110
 
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Viel Platz für Womos am Strand von Cirali

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Cirali-Strand

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Die ewigen Feuer (Chimäre)


So, 28.09. Haben gut geschlafen, der Muezzin war leidlich weit weg, aber hörbar. Nach dem Morgenbaden ist erst mal Putz und Flickstunde.Danach zieht sich Gudrun zum Malen zurück und ich spaziere am Strand entlang bis zu den Ruinen von Olympos. Danach haben wir uns eine Kaffeepause verdient und dann erscheinen unsere beiden Damen zur Mitfahrt nach Antalya. Wir setzen sie in der Innenstadt ab, wo sie sich die Stunden bis zum Flieger vertreiben wollen. Wir fahren weiter bis Aspendos und parken/übernachten direkt vor dem Theater. Parkplatz Aspendos, 10 TL N:36°56'19.53
O:31°10'21.94
130
 
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Das bestens erhaltene Theater von Aspendos

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Wasserleitung und Baumwollfelder bei Aspendos


Mo, 29.09. Heute morgen sind wir im Theater die ersten Besucher, aber schnell füllt sich das imposante Rund mit Busladungen anderer Touristen, meist Russen. Immer wieder kommt es zu leichten Regenfällen. Nach dem Rundgang durch das sehr gut erhaltene Theater wollen wir auch die anderen Ruinen von Aspendos besichtigen. Mehrere Anläufe enden vor einem Zaun, aber schließlich finden wir noch den Zugang zu einem alten Viadukt als Teil der großen Wasserleitung aus dem Gebirge.
Danach geht es weiter nach Beskonak im Köprü-NP. Die kurvenreiche Fahrt endet an der alten römischen Brücke, über die der Weg nach Selge führt. (2,7 m breit). Bei strömendem Regen machen wir hier eine ausgedehnte Mittags/kaffeepause, bevor wir ein Stückchen zurückfahren und auf dem Gelände von Kano-Rafting übernachten. Heute abend haben wir sogar noch Fernsehempfang (nur einige Sender) und schauen im SWF Nachrichten und einen Liebesfilm.
Kano-Rafting, ca. 7 km hinter Beskonak. 0 TL N:37°10'11.21
O:31°11'33.32 (diese Koordinaten sind geschätzt)
50
 
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Der Köprü-Canyon nördlich von Antalya im Gebirge

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Viel Spaß beim Rafting


Di, 30.09. Nach halbwegs ruhiger Nacht(die Straße störte etwas) begrüßt uns der Morgen mit einem wolkenlosen Himmel. Nach den vielen Gewittern der letzten Tage etwas Besonderes. Da der Wind noch recht kalt ist, bekommen wir einen heißen Tee und einen Neoprenanzug. Gegen 11.30 geht's es endlich los, wir fahren zum Startpunkt. Mit zwei jungen Deutschen und 6 Polen bilden wir eine Mannschaft. Bereits die erste Stromschnelle überschüttet uns mit einer Wasserfontäne und dann ist auch schon die erste (Foto)pause. Wir müssen alle durch den Fluß waten und einige Wagemutige dürfen von einem Felsen ins Wasser springen. Bald geht es weiter zur 2.(Mittags)pause. Wenige m vorher geht unsere rechte Frontfrau über Bord, aber wir können sie wieder ins Boot ziehen. Nach der Mittagspause folgt eine längere, abwechslungsreiche Flußfahrt mit zahlreichen Stromschnellen und gegen 16.00 sind wir wieder am Womo. Jetzt noch die serpentinenreiche Fahrt aus dem Gebirge zurück ans Meer und noch ein Stück Autobahn bis Kisilot. Hier wollen wir morgen ins anatolische Hochland starten. Schnell finden wir den hübschen "Nostalgie-Camping", der aber eine sehr enge Einfahrt hat. Abends sind noch schöne Wellen am Strand, aber nach dem Wasserplanschen beim Rafting haben wir ausnahmsweise zum Baden keine Lust mehr. Wir essen auf der Terrasse am Meer einen Gemüseeintopf und schlafen ganz gut, nachdem die Nachbarn ihre Musik abgestellt haben. Nostalgie-Camping in Kisilot N:36°42'27.58
O:31°34'17.81
80

Mi, 01.10. Morgens haben wir dann das Bad im Meer nachgeholt. Bei der Abfahrt komme ich gut um einen Baum herum, und als ich dachte, jetzt bin ich durch, bin ich noch mit der rechten Seite an einer Mauer entlanggeratscht: es ging noch mal gut ab, nur ein paar Schrammen am Klappenrahmen und der Schutzleiste. Nach einer abwechslungsreichen Fahrt durch das Taurusgebirge mit viel auf und ab, erreichen wir Konya. Bei der Einfahrt in die Stadt schaltet der Motor mal wieder auf Sparflamme. Nach einigem Suchen finden wir das Mevlana-Kloster-Museum. Wegen des Bayram-Festes ist es ein beliebtes Ausflugsziel mit einer langen Menschenschlange. Im Museum gabelt uns ein Guide auf, wir lassen uns auf seine Führung ein, es ist auch sehr interessant, aber am Ende müssen wir 50 TL bezahlen. Weiter geht die Fahrt durch eine trostlose Landschaft nach Sultanhani, das wir trotz einer kurzzeitigen Straßensperre wegen eines schweren Unfalls noch gut erreichen. Der Wirt bietet ein Abendessen an, eigentlich wollen wir nicht, wir lassen uns mal wieder überreden und sind am Ende nicht zufrieden, lag im Magen und war zu teuer. Inzwischen ist es richtig kalt geworden, der Küstensommer ist vorbei! Kervan-Camping, Sultanhani 20 TL N:38°14'50.88
O:33°33'43.56
333
 
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Mevlana-Kloster-Museum, Konya

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anatolisches Hochland

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Karawanserei-Museum, Sultanhani


Do, 02.10. Morgens besichtigen wir die historische Karawanserei, ein mächtiger viereckiger Block, mit Räumen für Menschen und Tiere. Dann fahren wir zu einer Tankstelle und lassen mit Diesel den Asphalt abwaschen, den wir uns an der Südküste eingefangen hatten. Ein langwieriges Unterfangen, welches mit 35 TL und einer Armbanduhr entlohnt wurde. Danach geht es wieder auf die Bahn, und nach eintöniger Strecke erreichen wir am Mittag Kappadokien. Unser erstes Ziel ist die Ihlara-Schlucht mit vielen Höhlenkirchen. Nach einer steilen Abfahrt ins Tal erreichen wir das Dorf Belisirma und quartieren uns unterhalb des Dorfes bei einem Restaurant am Fluß ein. Am Nachmittag wandern wir in das Tal hinein, besichtigen einige Höhlenkirchen und sind rechtzeitig vor dem frühen Sonnenuntergang wieder am Auto. Abends spazieren wir noch kurz ins Dorf und schauen den Einheimischen zu, die mit großer Begeisterung auf dem Dorfplatz tanzen, denn es ist Bayram, das Fest zum Ende des Ramadans. Hier ist um 19.00 Ruhe, aber leider setzt dann ein mächtiges Hundegebell ein, das die danze Nacht nicht nachläßt. Restaurant und Camping "Tandirci" Belisirma 10 TL N:38°15'59.87
O:34°17'21.22
82
 
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Höhlenkirche in der Ihlara-Schlucht

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Im Gewirr der Gänge unterhalb von Derinkuyu


Fr, 03.10. Ziemlich gerädert machen uns am nächsten Morgen wieder auf den Weg. Erste Station ist Derinkuyu mit seiner unterirdischen Stadt. Mit vielen weiteren Besuchern durchstreifen wir die Gänge und Hallen und freuen uns wenig später wieder über das Tageslicht. Weiter geht es zum Kaya-Camping, oberhalb von Göreme. Abends machen wir noch im gelben Sonnenlicht unseren ersten Spaziergang mit den ersten Fotos dieser tollen Gesteinsformationen. Kaya-Camping,Göreme N:38°38'12
O:34°51'13.57
100
 
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Erste Ansichten von Göreme vom CP aus

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Unser Stellplatz auf "Kaya"-Camping


Sa, 04.10. Endlich haben wir mal wieder gut geschlafen: Kein Hund stört und auch der Muezzin ist zwar vernehmbar, aber weit genug entfernt. Morgens fahren wir mit Yasar auf den Wochenmarkt nach Ürgüp. Eigentlich brauchen wir nur etwas Obst, aber vollbepackt kehren wir heim. Nach der Mittagspause wandern wir mit Yasar zu 7 durch das Liebestal mit beeindruckenden Gesteinsformationen. Göreme    
 
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Wandern mit Yasar, dem Verwalter vom Kaya

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Im "Liebestal"


So, 05.10. Heute morgen wandern wir wieder mit Yasar und essen gemeinsam. Bis wir wieder am Womo sind, wird es Nachmittag. Wir unternehmen nicht mehr viel und bleiben auf dem CP. Ich möchte mir mal den defekten Druckwandler ansehen und baue Kühlerverkleidung und rechten Scheinwerfer aus. Der Wandler ist dann gut erreichbar. Nach Demontage eines Kunststoffdeckels zeigt sich darunter viel Rost. Ich säubere vor allem einen Dichtungssitz, sprühe alles mit Kontaktspray aus Ürgüp ein und montiere alles wieder zusammen. Wie groß war dann die Enttäuschung, als der Motor wieder nur bis 3000 1/min dreht. Aber die Hoffnung blieb, denn in Ölydeniz hatte er das auch gemacht und unter Last lief er dann prächtig. Göreme    
 
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Höhlenkirche in Göreme

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Im Pasabagi-Tal


Mo, 06.10. Nachdem wir an den beiden ersten Morgen die vielen Ballons am Himmel gezählt haben(max. 26), sind wir heute selber dran. Um kurz nach sieben werden wir abgeholt. Nach einer Wartezeit werden wir zum Ballon gefahren und auf geht's. Wir sind mit 11 Personen im Korb und der Start ist etwas mühsam. Die Hitze der Brenner versenkt uns fast die Haare, Felsen werden angetickt und Baumwipfel gestreift. Aber schließlich gewinnen wir Höhe und haben schöne Ausblicke ins Liebestal. Von hier schweben wir gemächlich bis zum Eingang des Zelver Tales. Leider bekommen wir keine Gelegenheit mehr, das Tal etwas näher zu erkunden. Weit vorher setzen wir auf einem großen Feld auf. Die mit viel Spannung erwartete Ballonfahrt endet etwas enttäuschend. Nach dem späten Frühstück entspannen wir auf dem Platz. Yasar hat heute morgen für uns einen Termin in der MB-Werkstatt in Kayseri für morgen gemacht. Am Nachmittag wollen wir dann ins Open-Air-Museum von Göreme. Der Versuch durch ein Tufftal zu wandern mißlingt. Der Pfad endet nach einiger Kletterei abrupt an einer ca. 3-4m hohen Abbruchkante. Leider müssen wir zurück und erreichen das Museum über die Straße. Nach den Höhlenkirchen im Ihlara-Tal sind wir schon etwas verwöhnt und durchstreifen ohne Emotionen das Gelände. Wir waren da, aber die Wanderungen mit Yasar waren schöner. Am Spätnachmittag springt Gudrun noch in den eiskalten Pool, und mit ihr unsere belgische Wanderfreundin. Göreme    
 
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Pasabagi-Tal vom Ballon aus


Di, 07.10. Heute trennen wir uns schwer vom Kaya-Camping mit seinem guten Geist "Yasar". Kaum hatten wir den Cp verlassen, merkte ich an der enormen Zugkraft: Der Motor läuft wieder ok. (siehe Ende 05.10). Was sollen wir machen, nach Kayseri fahren oder nicht???. Zuerst fahren wir mal durch das Devrent-Tal nach Zelve. Hier spazieren wir ca. 2 h in den drei Talzungen herum, sehen viele Felsabbrüche, Kirchen, Wohnräume und eine Mühle. Das Umherstreifen mit wenigen Touristen machte viel mehr Spaß als im überlaufenen Göreme. Zum Abschluß noch ein Fotostop im Pasabagi-Tal. Wir haben uns doch für Kayseri entschlossen und pünktlich um 14.00 sind wir da. Leider spricht keiner deutsch oder englisch, sodaß Yasar per Telefon übersetzen muß. Der Fehlerspeicher wird gelöscht und wir kaufen den Druckwandler , lassen ihn aber nicht einbauen. Nach einer Stunde machen wir uns wieder auf den Weg nach Bogazkale, daß wir erst im Dunkeln erreichen. (Der Motor lief top.) Übrigens, heute war unser Hochzeitstag und Gudrun hat mir am Morgen ein Bonbondöschen mit dem Amor geschenkt und beim Abendbrot eine "Klaus"-Kerze angesteckt. Leider hatte ich bei den ganzen Türkei-Vorbereitungen diesen Tag vergessen. Motel "Baskent" Bogazkale 15 TL N:40°01'42.73
O:34°37'07.96
285
 
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Auf dem Weg nach Zelve

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Er ist für alles verantwortlich: Erciyes Dagi


Mi, 08.10. Der Platz am Motel "Baskent" war ok, bis auf den Muezzin kurz vor 6 haben wir gut und ruhig geschlafen. Wir frühstücken spät und beim üblichen Sonnenschein, aber kühlen Temp. erkunden wir mit dem Womo die Hügel der alten Hethiter-Hauptstadt Hattusas. Das ist natürlich sehr viel bequemer als die Kraxelei zu Fuß vor 45 Jahren. Auch Gudrun fand meinen Erinnerungstrip ganz sehenswert und so war alles ok. Nachdem wir den sehr aufdringlichen Andenkenverkäufern nachgegeben hatten, fuhren wir weiter zum naheliegenden Felsenheiligtum "Yasilikaya" mit seinen in Fels gemeißelten Götter- und Königsfiguren. Hier waren die Verkäufer noch viel aufdringlicher, aber auch für den halben Preis haben wir nichts gekauft. Nur bei einem aktuellen Buch eines deutschen Ausgräbers bin ich schwach geworden, es soll zuhause den Band "Enge Schlucht und schwarzer Berg" ergänzen. Nach diesen Spaziergängen machen wir uns auf den Weg nach Ankara, um dort im Hethiter-Museum noch mehr über dieses Reich ca. 1500 vor Christus zu erfahren. Gegen 17.00 erreichen wir unser Tagesziel am östlichen Autobahnring von Ankara. Hier plaudern wir noch mit deutschen Womo-Fahrern, die umgekehrt fahren und können einige Tipps geben. Nach "Königsberger Klopsen" dämmern wir wieder dem laut vernehmlichen Morgenmuezzin entgegen. Centilmen - Picnic am Stausee "Yeni Bayindir" am Autobahnring 20 TL Lage o.k., aber die V&E war sehr bescheiden N:39°54'25.33
O:32°59'28.88
200
 
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Im Ruinenfeld von Hattusas(Bogazkale)

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Löwentor

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Bericht über einen Krieg gegen Ägypten(Ramses)


Do, 09.10. Trotz Muezzin haben wir ganz gut geschlafen, sogar die bescheidene Toilette habe ich benutzt. Zum Frühstück brachten uns die Besitzer Tee und Blätterteigröllchen mit Käsefüllung. Mit Hilfe von Routenplaner haben wir direkt unterhalb der Burg und nur ca. 200 m vom Museum einen Parkplatz für 4 TL gefunden. Nach dem Museumsbesuch schlendern wir noch etwas durch die umliegenden Gassen und tauschen (zum letztenmal?) Geld. Bei der Weiterfahrt streikt zunächst das GPS und erst nach drei Ladeversuchungen wissen wir wo wir sind, und finden dann auch schnell die Autobahn nach Istanbul. Nach schöner Fahrt erreichen wir vor der Dämmerung unser Tagesziel Sapanka. Den im Netz beschriebenen Stellplatz finden wir nicht, aber mit Mühe einen privaten, ungepflegten Picnicplatz, der eigentlich nicht sehr einladend wirkt, aber da wir nichts anderes haben bleiben wir, nachdem die Wirtin von zunächst 25 TL auch mit weit überteuerten 20 TL zufrieden ist. Im Dunkeln spazieren wir noch an der sehr schön gestalteten Uferpromenade vorbei. Privater Picnicplatz direkt am See von Sapanca, 20 TL, miserable Ausstattung, aber V&E möglich; laut N:40°41'41.71
O:30°16'16,70
350

Fr, 10.10. Pfeifende Eisenbahn, wummernde Disco, quäkender Muezzin, kleffende Hunde und eine blökende Kuh: diese Nacht war sicher unser Negativrekord. Jetzt, beim Aufstehen, regnet es auch noch. Wir folgen dem Tip einer Französin in Ankara und wollen vom asiatischen Hafen Yalova nach dem Istanbuler Yerkapi, direkt unterhalb von Sultanahmet übersetzen. In Yalova haben wir einen Riesenstau, erreichen gegen Mittag den Fähranleger und erfahren dann, daß das nächste Schiff erst um 15.45 ablegt. Also haben wir eine lange Mittagszwangspause. Dann klappt aber alles sehr gut: Nach dem Anlegen suchen wir mit Hilfe von Routenplaner den Parkplatz beim Hotel "Sultan-Ahmet". Unterstützt durch einen freundlichen Wink eines Mannes am Straßenrand finden wir den Platz, sehen drei italienische Mobile und denken sofort an einen Schlafplatz. Der Parkwächter bestätigt: Für 35 TL können wir übernachten. Toll, wir haben direkt hinter der Sultan-Ahmet-Moschee einen ruhigen Traumplatz, allerdings mit Muezzin aus erster Hand. Nach dem Auto abstellen noch ein Spaziergang zur Moschee und einmal über das Hippodrom schlendern. Parkplatz am Hotel: "Sultan-Ahmet" 35 TL keinerlei V&E N:41°00'16.13
O:28°58'40.500
100
 
Bild Reisebericht Türkeirunde 2008
Blick auf Sultan-Ahmet von der Yalova-Fähre aus

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Unser Stellplatz in Istanbul hinter der "blauen" Moschee


Sa, 11.10. Wie erhofft haben wir gut geschlafen. Heute ist unser Hauptbesichtigungstag. Zuerst gehen wir zur Hagia-Sofia. Nach eingehender Besichtigung reicht es vor der Mittagspause noch zur Yerebatan-Zisterne, dem Riesen-Wasserspeicher, direkt gegenüber. Am Nachmittag spazieren wir zum Basar, erstehen verschiedene Mitbringsel, gehen über den Bücherbasar, versuchen vergeblich die wegen Restaurierung geschlossene Süleymaniye-Moschee zu besichtigen, essen an der Galatabrücke ein Fischbrötchen und wandern im Dunkeln zurück zum Auto. Istanbul    
 
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Hagia Sophia

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Im Basar


So, 12.10. Wir beginnen den Tag diesmal ohne Regen mit der Besichtigung des ehemaligen Sultanpalastes. Diese Stadt in der Stadt mit vielen einzelnen Palästen und Gärten erfordert etwas Zeit und Kondition. Erst am Nachmittag sind wir zurück. Nach der Pause wandern wir noch einmal quer durch das historische Stadtviertel um eine kleine Moschee am Goldenen Horn mit besonderem Fliesenschmuck zu besichtigen: "Rüstem Pascha". Anschließend geht es wiederum quer über die Halbinsel in den Stadtteil "Kumkapi", am Marmarameer, wo wir mit einem Fischgericht den Abend beschließen. Zurück wandern wir auf schöner Promenade am Meer entlang. Istanbul    
 
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Blick vom Top-Kapi-Sultanspalast auf den Bosporus

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Abendliche Tanzvorführung eines Mevlana-Derwisch

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Sultan-Ahmet-Moschee, auch "blaue" Moschee genannt


Mo, 13.10. Heute morgen haben wir den morgentlichen Toilettengang zur Sultan-Ahmet-Moschee mit einer zweiten abschließenden Besichtigung verbunden. Danach verlassen wir Istanbul über die Kennedy-Chaddesi, die lange am Marmarameer entlang führt. Nach zügiger Grenzabfertigung ohne weitere Kontrollen erreichen wir unseren Übernachtungsplatz: Camping Municipal in Alexandroupolis. Camping Municipal Alexandropolis 15€ ruhiger Platz mit guter Ausstattung N:40°50'40.74
O:25°51'36.84
300

Di, 14.10. Auf dem schönen Platz in Alexandroupolis haben wir gut geschlafen und werden morgens von der Sonne geweckt. Wir frühstücken draußen und Gudrun geht anschließend zum Strand. Ich ent- und versorge das Auto und folge dann nach. Nach einem Bad im Meer fahren wir weiter zum Athos nach Ouranopoli. Wir finden einen brauchbaren Stellplatz am Ortsende auf einem großen Parkplatz. Abends essen wir in einer Taverne am Meer Moussaka. Ouranopoli Parkplatz am Ortsende 0 EUR N:40°19'27.87
O:23°59'00
300

Mi, 15.10. Heute morgen machen wir einen Schiffsausflug entlang der Athos-Halbinsel und sehen vom Wasser aus einige Klöster. Das Schiff muß mindestens 500 m von der Küste entfernt bleiben, und so fahren wir genau der Küstenlinie nach. Nachdem wir acht Klöster fotografieren konnten, kehren wir um und sind nach gut drei Stunden wieder am Auto. Im Womo-Führer hatte ich von einer Mauer am Strand gelesen, die die Grenze zur Klosterrepublik bildet. Die wollte ich jetzt suchen. In einem ziemlichen Geholper ging es über Schotter- und Feldwege, bis wir südlich von Nea Roda einem Feinkiesstrand erreichen. Die Mauer sehe ich von ferne, aber jetzt bleiben wir erstmal für eine FKK-Badepause hier. Später rumpeln wir noch näher an die Mauer heran, sodaß ich fotografieren kann und Gudrun versorgt eine hungrige Katzenfamilie, die einzigen Lebewesen außer uns weit und breit. Jetzt fahren wir zurück bis an eine Sandbucht, bei der wir Vorgestern eine Kaffeepause eingelegt hatten, um dort zu übernachten. Badebucht zwischen Olimbiada und Stratoni (Chalkidiki) N:40°34'24.14
O:23°49'09.50
40
 
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Kloster Xenophontos

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Kloster Panteleimon

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Kloster Simonos Petra

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Grenze zur Mönchsrepublik Athos südlich von Jerissos


Do, 16.10. Ein paar Autos von der nahen Straße haben wir gehört, aber kein Hundegebell. Morgens geht glutrot die Sonne auf, draußen ist es 15 Grad, und Gudrun geht baden: brrrrr. Nach der warmen Dusche am Auto wartet das Frühstück und dann geht's auf zur Fähre nach Igo... Knapp 500 km warten auf uns. Bis Grevena ging es ganz gut und schnell, wie erwartet, aber dann begann eine elende Kurverei bergauf und bergab. Hin und wieder hatten wir ein fertiges Autobahnstück, aber die Lücken dazwischen hatten es in sich. Kurz vor Igo.. meldete sich auch mal wieder unser defekter??? Druckwandler zurück, den wir seit Kaya-Camping schon fast vergessen hatten. Kurz die Zündung aus und wieder an und der Motor schnurrte wieder wie gewohnt bis Igo...Um 17.00 waren wir bei Linos Travel und erhielten noch Tickets für die Superfast um 20.00. Das Prozedere bei dieser Fährlinie war etwas kompliziert, aber schließlich waren wir an Bord. Igoumenitsa:Superfast Camping an Bord 295 EUR N:39°29'22.92
O:20°15'29.28
480
 
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Fr, 17.10. Planmäßig waren wir am frühen Nachmittag in Ancona. Das Wetter war schön und daher haben wir uns in Rimini einen Strandparkplatz gesucht und die Zehen ins Wasser gehalten. Rings um uns war Herbststimmung: nichts los und der Strand mit Wellblech zugestellt. Aber uns hat es nicht von einem erfrischenden Bad abgehalten. Danach ging es mit neuem Schwung Richtung Como. Auf dem Mailänder Ring hatte uns dann der Pannen-Computer fest im Griff. Erst stürzt der Rechner ab, wir achten nicht auf die Schilder, sausen am Como-Abzweig vorbei direkt in den Freitag-Nachmittagstau, und dann kommt noch eine falsche Navi-Ansage, die uns im Kreis herumführt. Als wir spätabends endlich in Como ankommen, sind wegen einer Veranstaltung alle Parkplätze blockiert. Was tun? Die Raststätte auf Schweizer Gebiet ist auch nicht einladend, also durchgebrettert wieder bis Locarno. Gegen 1.00 Uhr lagen wir dann endlich in der Koje.     550

Sa, 18.10. Wir haben gut geschlafen und fahren ohne Probleme nach Freiburg. Der große Stellplatz am Stadtrand ist gut gefüllt, aber für uns ist noch Platz. Nachmittags unternehmen wir einen Stadtrundgang mit Besuch des Münsters,(ziemlich düster), und lassen den Tag mit Flammkuchen und Federweißen ausklingen. Freiburg: Womo-Stellplatz 7 EUR N:47°59'58
O: 7°49'32
325

So, 19.10. Leider ist heute unser letzter Urlaubstag und nach einigen Stunden auf der Autobahn sind wir wieder wohlbehalten zu Hause angekommen.     475

  Gesamtstrecke     7.500
 
 

Fazit: Ein herrliches Urlaubsland, vor allem mit dem Womo. Inzwischen läßt die politische Lage wohl auch eine Anreise auf dem Landweg zu, so spart man sich die teuren Fähren. Wir waren vor allem fasziniert von der Verbindung zwischen Kultur und Erholung. Die Jahreszeit mit ihren milden Temperaturen und einem noch warmem Meer war ganz ideal. Wir fühlten uns in der Türkei gut aufgehoben und können dieses gastfreundliche Land nur empfehlen. (Für Lärmempfindliche: Keinen Urlaub während des Ramadans!)
 

Fazit: Literatur:
 
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